Taschengeld für Hausarbeit: Empfehlungen und Regeln
Aktualisiert 2026-09-08
Die Frage, ob Taschengeld für Hausarbeit gezahlt werden sollte, beschäftigt viele Familien bei der Organisation des gemeinsamen Alltags.
Klare und vorab getroffene Vereinbarungen helfen dabei, Konflikte über Hausarbeiten zu reduzieren und Transparenz für Kinder und Eltern zu schaffen.
Aus einer klaren Familienvereinbarung werden Missionen, die Kinder erledigen und Eltern freigeben.
Pädagogische Empfehlungen: Taschengeld als Übungsfeld
Aus diesem Grund raten viele Erziehungsfachleute davon ab, gewöhnliche Aufgaben im Haushalt direkt monetär zu entlohnen. Tätigkeiten, die das tägliche Miteinander aufrechterhalten, sind ein gemeinsamer Beitrag aller im Haushalt lebenden Personen. Werden selbstverständliche Handgriffe bezahlt, kann sich bei Kindern rasch die Erwartungshaltung entwickeln, dass familiäre Unterstützung grundsätzlich nur gegen finanzielle Gegenleistungen erbracht werden muss.
Differenzierung: Grundpflichten versus Zusatzaufgaben
In der Praxis hat sich eine Differenzierung zwischen allgemeinen Grundpflichten und freiwilligen Zusatzaufgaben bewährt. Während tägliche Routinearbeiten unvergütet bleiben, können anspruchsvollere oder zeitintensive Aufgaben mit einem vereinbarten Betrag oder einer anderen Gegenleistung verbunden werden. Diese Unterteilung lässt sich in drei Bereiche gliedern:
- Aufgaben für den eigenen Bereich ohne Bezahlung: Dazu gehören das Aufräumen des eigenen Zimmers, das Packen der Schultasche sowie das Einräumen der Schmutzwäsche in den dafür vorgesehenen Korb.
- Aufgaben für die Gemeinschaft ohne Bezahlung: Tätigkeiten wie das Decken des Esstischs, das Hinausbringen des Mülls oder das Ausräumen der Geschirrspülmaschine gelten als regulärer Beitrag zum Familienleben.
- Spezielle Zusatzarbeiten mit Entlohnung: Aufgaben, die über das normale Maß hinausgehen und üblicherweise unregelmäßig anfallen. Beispiele hierfür sind das gründliche Reinigen des Familienautos, das Jäten von Unkraut im Garten oder das Aussortieren von Regalen im Keller oder auf dem Dachboden.
Feste Absprachen zur Vermeidung von Konflikten
Wiederkehrende Reibungspunkte zwischen Eltern und Kindern entstehen im Familienalltag selten durch die Aufgaben an sich, sondern meist durch unklare Erwartungshaltungen. Wenn nicht von vornherein definiert ist, wie eine Aufgabe ordnungsgemäß erledigt wird oder welche Gegenleistung dafür vorgesehen ist, führt dies im Nachhinein häufig zu Diskussionen.
Ein schriftlicher oder digitaler Aufgabenkatalog sorgt hier für Transparenz. Darin wird im Vorfeld festgelegt, welche Kriterien für die Fertigstellung gelten und welche Vergütung damit verbunden ist. Neben kleinen Geldbeträgen kann die Vereinbarung auch zusätzliche Bildschirmzeit umfassen, wenn dies den Wünschen der Familie entspricht. Entscheidend ist dabei stets die Verbindlichkeit der einmal gemeinsam getroffenen Abmachung.
Apple Bildschirmzeit nutzen, wenn die Einrichtung passt
In KlusQuest hakt ein Kind eine Aufgabe ab und ein Elternteil genehmigt sie, bevor eine Belohnung hinzukommt. Die Belohnung kann Zeit für Apps sein, die die Eltern über Apple Bildschirmzeit ausgewählt haben, oder ein Gutschein, den die Eltern selbst verwalten.
So bekommt die Familie eine sichtbare Abmachung: die vereinbarte Aufgabe erledigen, auf die Freigabe warten und dann die vorher vereinbarte Belohnung nutzen. Die Einrichtung von Apple Bildschirmzeit kann vom Apple Account des Kindes, den Geräten und davon abhängen, ob die Familie die Familienfreigabe nutzt. Deshalb bleibt der Gutschein eine passende Möglichkeit, wenn diese Einrichtung nicht passt.
Häufige Fragen
Kann Hausarbeit statt mit Geld auch mit Bildschirmzeit vergolten werden?
Ja, viele Eltern vereinbaren bei Zusatzarbeiten zusätzliche Bildschirmzeit. Wichtig ist auch hierbei eine im Vorfeld festgelegte Umrechnung, um spätere Auseinandersetzungen zu vermeiden.